© Nationalpark Hohe Tauern
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Vor 100 Jahren verkauften die Schwestern Aicher v. Aichenegg dem Alpenverein die gesamte Pasterze, den schönsten und längsten Gletscher der Ostalpen, und ihre Randerhebungen mit dem höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Den Kaufpreis dafür stiftete der Holzindustrielle Albert Wirth, der damit den Grundstein für die Errichtung des ersten Österreichischen Nationalparks legte. Seinem Weitblick ist es zu verdanken, dass dieses eindrucksvolle Gebiet samt Großglockner und Pasterze nicht an einen Bodenspekulanten verkauft wurde. Durch die konsequente Haltung des Alpenvereins konnten weitere Erschließungspläne verhindert werden.

„Gratulation zum 100-jährigen Jubiläum eines unserer mächtigsten Naturjuwele! Ein besonderer Dank gilt dem Alpenverein, der es durch seine Wege- und Hütteninfrastruktur ermöglicht, die großartige Hochgebirgswelt des Nationalparks Hohe Tauern zu erleben und der Nationalparkverwaltung, die dazu ein umfassendes Programm anbietet“, so Nationalparkreferentin Sara Schaar.

„Als Bergsteigerverein existierte der Alpenverein seit ungefähr 50 Jahren, als er 1918 erstmals Verantwortung für ein Gebiet übertragen bekam, das später Teil des größten Nationalparks in den Alpen werden sollte.  Mit dem Grunderwerb verpflichtete er sich seinem Gönner Wirth gegenüber, das Glocknergebiet als Naturschutzpark der Zukunft zu erhalten. Wir sind sehr stolz darauf, als größter privater Grundeigentümer und Naturschutzorganisation dieses Versprechen bis heute einzuhalten und mitgestalten zu dürfen“, erklärt Vizepräsidentin Nicole Slupetzky.

© Nationalpark Hohe Tauern
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Vor 100 Jahren hat der Holzindustrielle Wirth, der einfaches Mitglied der AV-Sektion Villach war, den Verkauf des insgesamt 4.072 ha großen Areals im Bereich des Großglockners an den damaligen Deutschen und Österreichischen Alpenverein vermittelt. Wirth hatte den Wert der einzigartigen Hochgebirgslandschaft erkannt und wollte sie für künftige Generationen bewahren. Im Österreichischen Alpenverein sah er dabei einen wichtigen Verbündeten. Dass die Angst vor der Zerstörung des Ökosystems nicht von ungefähr kam, zeigen Pläne, die Anfang des 20. Jahrhunderts gewälzt wurden. Da war von Hotels, Seilbahnen, Straßen und Parkplätzen die Rede. Um diese Idee zu verhindern, richtete die Fachstelle für Naturschutz des Landes Kärntens 1932 die dringende Empfehlung an den Alpenverein, der Unterschutzstellung dieser Flächen zuzustimmen. Seit 1935 ist das dem Alpenverein gehörende Areal Naturschutzgebiet. Damit war auch der erste Schritt auf dem Weg zum Nationalpark Hohe Tauern  getan.

 

Am 5.11. findet im Bambergsaal in Villach die Festveranstaltung „100 Jahre Schenkung Albert Wirth“ mit Symposium statt.
Um Anmeldung unter raumplanung.naturschutz@alpenverein.at wird gebeten.