© Alexander Müller - www.alexander-mueller.at
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Die Nationalparkverwaltung Kärnten bietet vom 9. Juli bis 28. September täglich um 11.00 Uhr kostenlose Führungen am Naturlehrweg Gamsgrube an.

Den Naturlehrweg Gamsgrube erreicht man von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe durch die Schatztunnel, in denen es Ausstellungen zu Wasser, Gold und Kristall gibt. Ohne größere Steigungen führt der Weg oberhalb des größten Gletschers der Ostalpen mit grandiosem Blick auf den Großglockner zur Gamsgrube. Nach dem Rastplatz am Wasserfallwinkel endet der Weg direkt am Gletscherrand.

Das südexponierte Kar ist sehr warm und trocken, sodass ein extrem kontinental geprägtes Lokalklima entsteht. Vor allem der Boden in der Gamsgrube ist eine Besonderheit im Alpengebiet. Seit dem Ende der Eiszeit haben sich hier bis zu drei Meter hohe Flugsandablagerungen gebildet, deren Feinsand von der leicht verwitterbaren Umgebung stammt. Ähnliche Verhältnisse kennt man nur von Spitzbergen, Island, Grönland und den Gebirgen Zentralasiens. Aufgrund dieser Lebensbedingungen hat sich in der Gamsgrube eine in den ganzen Ostalpen einzigartige Flora entwickelt. Hier wachsen Edelweiß, Alpenaster, Weißer Speik, Rudolph-Steinbrech, Silberwurz, Schwarze Edelraute oder das Alpen-Hornkraut.

Die eigentliche Besonderheit der Gamsgrube ist das Alpen-Breitschötchen, ein unscheinbarer Kreuzblütler, der weltweit nur an wenigen Stellen im Ostalpenraum vorkommt. Eine weitere, sehr seltene Pflanze ist das Kugelmoos. Auf Grund dieser ökologischen Einzigartigkeit ist die Gamsgrube ein Sonderschutzgebiet. Um die sensible Vegetation zu schützen, bittet der Nationalpark die Besucher, auf dem Weg zu bleiben (Wegegebot!). Am Panoramaweg geht es oberhalb des imposanten Gletscherstroms der Pasterze mitten hinein ins Herz des Nationalparks.

Informationen unter: + 43 4825 6161 oder www.nationalparkerlebnis.at